Buch der Stunde

Der lange Weg der Natur in die Stadt

Feuilleton | Karin Chladek | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Lange Zeit galten Stadt und Natur als Gegensätze. Aber die Betonwüste lebt. Zahlreiche Studien zeigen, wie hoch die Artenvielfalt gerade in Mitteleuropas Großstädten ist. Fundiertes Wissen über die Stadtfauna Mitteleuropas in kompakter Form liefert eine Neuerscheinung aus der Schweiz: In "Stadtfauna“ finden sich jüngste Erkenntnisse über den langen Weg der Natur in die Stadt, über Neozoen (die berühmt-berüchtigten tierischen Neubürger von anderen Kontinenten wie etwa Waschbär oder Spanische Wegschnecke), über Fragmentierung und Vernetzung von Lebensräumen und die beachtliche Mobilität vieler Tierarten.

Städtische Lebensräume für Tiere wie Gärten, Parks, Friedhöfe, Bahn- und Industrieareale oder Gebäude werden detailliert vorgestellt. Gut dokumentiert ist inzwischen, dass der fortschreitende Klimawandel ursprünglich mediterrane Tierarten in die Städte nördlich der Alpen getrieben hat. Und gerade die im Vergleich zum Umland wärmeren Städte bieten ideale neue Heimatorte


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