Stadtrand 

Pechsträhne per Gesetz

Urbanismuskolumne

Stadtleben | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Dass alles, was schiefgehen kann, auch tatsächlich schiefgeht, hat 1949 ein findiger US-amerikanischen Ingenieur mit Namen Edward A. Murphy jr. festgestellt. Seither heißt diese Binsenweisheit kurz Murphys Gesetz und bestätigt sich immer wieder. Tagtäglich. Besonders aber, wenn man Wiener-Linien-abhängig ist:

Der Tag begann bereits murphytreu: beim Einsackerln des Eigenhundekots in einen großen, saftigen Fremdhundehaufen gestiegen, beim Sprint zur U-Bahn bis auf die Haut nass geworden. Die gerade in der Station stehende U4 hätte den Bann brechen können, aber nein - sie war eine Nasenlänge schneller als die eigenen Laufschritte. Dann: Ausfall der Minutenanzeige, was - wie jeder U-Bahn-Benutzer weiß - nichts Gutes, sprich Störung, bedeutet. Aus dem langerwarteten Zug wurden dann alle mit dem Hinweis auf eine U-Bahn-Störung wieder hinauskomplimentiert, und die U fuhr leer ab. Drei weitere abgewartet, aber alle zu voll, um einsteigen zu können. Und schließlich die Durchsage: "Derzeit kommt es auf der Linie U4 …“ Verfluchter Murphy!


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