Prost!  

Plädoyer fürs Selbermachen: Holunderblütensirup

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Holunderblütensirup

Stadtleben | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Wer sich jetzt noch mit selbstgemachtem Holunderblütensirup eindecken will, der muss schnell sein. Nicht mehr lange duften die feinen Blüten, die man während ausgedehnter Spaziergänge am Stadtrand leicht pflücken kann. Sie sind wirklich überall zu finden! Die am Straßenrand sind naturgemäß zu meiden, weil man sich den guten Saft nicht mit Schwermetallen vermiesen lassen will. Wer noch nie Sirup gemacht hat, der sollte mit einer kleinen Menge beginnen. Die Arbeit wird nicht gleich mit Mühsal verknüpft, das Erfolgserlebnis ist quasi garantiert. Man bringt so um die 20 Dolden unbeschadet nach Hause, schüttelt die Insekten aus und wäscht behutsam. In der Zwischenzeit können die im Laufe der Zeit angesammelten hübschen, kleinen Einwegglasflaschen sterilisiert werden. Man kocht einen Liter Wasser mit einem Kilogramm Zucker auf und übergießt damit ein halbes Kilo in Scheiben geschnittene unbehandelte Zitronen und Holunderblüten. Zudecken und circa 24 Stunden stehenlassen. Eine Stoffwindel eignet sich am besten fürs Sieben.

Ein paar Teelöffel Zitronensäure dazu, nochmal aufkochen und in die vorbereiteten Glasflaschen füllen. Flott und sicher verschließt sich’s mit Gummiverschlüssen, die man in jedem Baumarkt bekommt. Die Fläschchen sollten langsam auskühlen, das heißt, man stellt sie zusammen und umwickelt sie mit einer alten Decke. Dieses Zeug kann mehr als alle Biosäfte dieser Welt zusammen. Intensiv, duftig, garantiert ohne synthetische Aromastoffe und Abzocken. MS


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