Spieß die Nebennutzung!

Stadtleben | Lokalkritik: Florian Holzer | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

Auch Naschmarkt-Standler kochen jetzt. Beim Fleischhauer Özer gibt’s Spieße

Wir halten fest: Der Naschmarkt steht an der Kippe. Das begrüßen die, die in ihm ohnehin eine überteuerte, bourgeoise Spielwiese für Möchtegerns, Adabeis, Pseudos und andere Ungusteln sehen; das besorgt die, die in ihm trotzdem Wiens besten, frischesten, vielfältigsten und eben auch lebenslustigsten Markt sehen. Aber Tatsache ist, dass es jene, die hier tatsächlich noch Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Käse und - ja, auch - Wasabinüsse und irgendwelche Ölgemüse verkaufen, trotzdem nicht so leicht haben. Und dass es jenen, die hier Prosecco ausschenken und Fischcurry warm machen, ganz offensichtlich besser geht. Weshalb es auch immer mehr Prosecco-Fischcurry-Standeln gibt und immer wenige echte.

Und der Zeitpunkt, an dem der Naschmarkt überhaupt nur mehr eine heitere Saufmeile ist, scheint absehbar. Und der etwas spätere Zeitpunkt, da er als solcher dramatisch schnell an Attraktivität verlieren und


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