Vernissage

Schneiden und schießen: William S. Burroughs

Lexikon | aus FALTER 23/12 vom 06.06.2012

William S. Burroughs (1914-1997) ist eine Ikone der Beat Generation, der Inbegriff des exzessiven, drogensüchtigen Literaten. Als Revolutionär und homosexueller Intellektueller bewundert und für seine Schusswaffenbegeisterung kritisiert, begründete er mit dem Roman "Naked Lunch“ (1959) eine neue Form des Schreibens: die "Cut up“-Methode, bei der Textfragmente intuitiv zu offenen, assoziativen Erzählstrukturen zusammenfügt werden. Der visionäre Autor sprach 1971 von der "elektronischen Revolution“, er beeinflusste Gegenkulturen von der Acid-Szene bis zu Punk und erlangte in der New Yorker Kunstszene der 1980er-Jahre späte Popularität. Neben legendären "Shotgun Paintings“ wirft die Ausstellung "Cut-ups, Cut-ins, Cut-outs“ einen Blick auf den Crossover-Charakter des Werks von William S. Burroughs zwischen Literatur, Bild und Sound. MD

Kunsthalle Wien, Do 19.00; bis 21.10


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