Kommentar 

Die EU will zeigen, dass sie arbeitet - und schafft sich dazu selbst ab

Reisefreiheit

Ruth Eisenreich | Falter & Meinung | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Die offenen Grenzen sind eine der großen Errungenschaften des vereinigten Europa. Wer heute Anfang 20 ist, kann sich kaum an die Zeit erinnern, in der man im Zug nach Italien oder Deutschland den Pass herzeigen musste; auf die Frage "Was bedeutet die EU für Sie?“ fällt den meisten Europäern zuerst die Reisefreiheit ein.

Diese Reisefreiheit stellen die EU-Innenminister nun infrage. Sie haben eine Reform beschlossen, die Grenzkontrollen innerhalb Schengens für bis zu zwei Jahre am Stück ermöglicht.

Was soll das bringen? Bei "anhaltenden Mängeln in Bezug auf die Kontrolle der Außengrenzen“ soll die Reform zur Anwendung kommen. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP): "Hätten wir diesen Mechanismus vorher schon gehabt, würde es vielleicht die Situation, die derzeit in Griechenland besteht, nicht geben.“

Die Situation in Griechenland? Ein Land knapp vor dem Bankrott, eine verarmte Bevölkerung. Wie hätten da geschlossene Grenzen helfen sollen?

Mikl-Leitner spricht nicht von

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