Ohne Ornament und ohne Verbrechen

Politik | Protest: Werner Hanak-Lettner | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Wie ein Energiekonzern das Mahnmal für die Opfer der Shoah in ein schickes Möbel verwandelte

Das Magazin heißt Flow, das der Stromkonzern Verbund seit letztem Jahr alle zwei Monate herausgibt. Jetzt gibt es auch die Onlinevariante "flow to go“ für das iPad und seine Verwandten. Diese Neuerung bewirbt das Magazin in seiner Juni-Ausgabe: "Mich gibt’s auch für unterwegs - zum Lesen, Entdecken und tiefer Eintauchen.“

Zum Tiefer-Eintauchen verleitet aber zuerst einmal die visuelle Ebene der Eigenwerbung, deren Fotoskript folgendermaßen gelautet haben mag: Ein Vormittag in einer verträumten Innenstadt auf einem Pflastersteinplatz, begrenzt von einem Barockpalast und dem Gastgarten eines bodenständigen Lokals. Im Vordergrund ist eine unabhängige Frau "unterwegs“, deren einziges Gepäckstück ein Tablet ist.

Aus der Location wurde der wohlbekannte Wiener Judenplatz im ersten Bezirk, der mit seinem Namen an die hier bis zu ihrer brutalen Vertreibung im Jahre 1421 beheimatete mittelalterliche


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