Politisches Buch

Den Schwachsinn in Grund und Boden lachen


Rezension: Gerlinde Pölsler
Politik | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Die britische Autorin Caitlin Moran will Feminismus massentauglich machen. Ihre schärfste Waffe: der Witz

Stellen Sie sich vor, in den 60er-Jahren wäre es in der schwarzen Bevölkerung en vogue gewesen, ‚Ich steh nicht so auf Bürgerrechte‘ zu sagen. ‚Nein, mit Bürgerrechten hab ich nichts am Hut! Dieser Martin Luther King ist mir einfach zu aggressiv. Ehrlich gesagt finde ich, dass der Typ mal ein bisschen runterkommen sollte.‘“ Das klänge reichlich jenseits, da kann man Caitlin Moran nur beipflichten. Und doch ist genau dasselbe mit dem Begriff "Feminismus“ unter Frauen gang und gäbe.

Das will die preisgekrönte britische Times-Kolumnistin und Autorin Caitlin Moran, 37, ändern: Sie will feministisches Bewusstsein breit unters Volk bringen.

Normalerweise, kritisiert sie, erreichten die Debatten darüber nur akademisch gebildete und ohnehin längst für die Sache gewonnene Frauen, auch weil es viel zu theoretisch zugehe. Moran knöpft sich stattdessen die großen Themen des

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