Mediaforschung  

Welcher Arschbomber wird das Auto gewinnen, Herr Hofer?

Nachfragekolumne

Medien | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Er könne mit seinem Hintern Dinge tun, die andere Leute nicht können, sagte Christian Guth in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, nämlich "die besten Arschbomben hinlegen“. Er sprang schon einmal von 40 Metern ins Wasserbecken, mit dem Popo voran. Guth ist Arschbombenweltmeister.

Die Arschbombe sei ein Lebensgefühl, sagt Werber Peter Hofer: "Dieser Moment am See - die Mädchen sitzen am Beckenrand, und ein junger Mann macht eine Arschbombe. Dieser erfrischende Moment des Eintauchens. Der Moment des Wassers. Wow!“ Kein Wunder also, dass die Limonadenfirma Schartner Bombe mit der spritzigen Sprungfigur neue Kunden erwischen will. Zielgruppe: zwölf bis 23 Jahre. Geworben wird via TV, Radio, Print und Social Media. Der Arschbomber, der das beste Foto oder Video auf die Homepage lädt, gewinnt ein Auto. Jury ist das Publikum. "Wahrscheinlich wird ein Übergewichtiger im Superman-Kostüm gewinnen, der nicht in ein normales Becken, sondern in den Stadtbrunnen springt“, sagt Hofer. "Es geht um die Originalität.“

Aber heißt das nicht auch, dass die "Arschbomben Challenge 2012“ dazu auffordert, etwas gefährlich Dummes zu tun? "Denken Sie an Jackass, was da passiert ist“, sagt Hofer, "die Leute können das schon einschätzen. Wir fordern ja niemanden auf, in den Stadtbrunnen zu springen.“ Auf Facebook hat Schartner-Bombe bereits eine Anregung gepostet. Ein Video von Guths 40-Meter-Bombe. Die Masse jubelte, als er wieder heil auftauchte.


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