"Europa könnte ein Vorreiter sein“

Medien | Gespräch: Ingrid Brodnig | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Drakonische Strafen, amerikanische Verhältnisse, keine Verhältnismäßigkeit. Jusprofessorin Pamela Samuelson wünscht sich, dass sich Europa gegen Acta wehrt

Sie ist eine der erfahrensten amerikanischen Urheberrechtsexpertinnen, unterrichtet an der prestigeträchtigen University of California, Berkeley Jus und kennt sich auch im europäischen Rechtssystem aus. Mit großem Interesse blickt Pamela Samuelson dieser Tage nach Straßburg, wo das EU-Parlament über Acta diskutiert und bald auch abstimmt. Die Amerikanerin warnt die Europäer vor diesem Handelsabkommen, das in ihren Augen undemokratisch und unausgewogen ist.

Falter: Frau Samuelson, das EU-Parlament

diskutiert gerade über das Handelsabkommen Acta. Soll sich Europa

dagegen auflehnen?

Pamela Samuelson: Ja, das wäre äußerst wichtig. Die Vertreter der EU-Kommission, die dieses Abkommen mitverhandelt haben, haben das EU-Parlament nicht ausreichend informiert. In einer demokratischen Gesellschaft ist dieser Informationsaustausch mit


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