Occupy Schrebergarten!

Feuilleton | Meditation: Matthias Dusini | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Kontemplation statt Aktion: Die Documenta 13 verwandelt Kassel in das Experimentierfeld der Lebensreform

Der Chef? Nein! George W. Bush? Ist nicht mehr! Man möge sich den Kopf eines Feindes vorstellen, empfiehlt die Therapeutin, und dann den Ballon mit Fausthieben zum Platzen bringen. "Mir ist sofort wer eingefallen: der Mann, der mich sexuell belästigt hat“, versucht die Frau den pazifistisch verweichlichten Gast in Stimmung zu bringen.

Die Französin gehört zum Team des Kunstprojekts "Sanatorium“, das der mexikanische Künstler Pedro Reyes ins Leben rief. Ein hölzerner Pavillon steht in der weitläufigen Parklandschaft der Kasseler Karlsaue dem gestressten, einsamen Städter für eine Instantkur offen. Mit Psychotherapie pflegen die Weißkittel das verletzte Gemüt. Die Pille am Ende der Sitzung schmeckt verdächtig minzig nach Tic Tac. Kunst als Placebo? Schmeckt lecker!

Hitlers Badewanne

Das Krankenhaus sticht ob seiner Heiterkeit aus einer Großausstellung hervor, deren Grundakkord


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