Nüchtern betrachtet 

Der Himmel macht Party, und ich sitze im Keller

Feuilleton | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Am Freitagabend wär mir eigentlich total danach gewesen, mich dem bewegungslosen Konsum ungesunden Essens und ungesunder TV-Programme zu widmen. Hatte aber Festwochen, und obwohl mich die Pressekarten nichts gekostet hatten, hätte ich sie nie verfallen lassen, denn angesichts der Umstände, die ich dem mit englischer Geduld und teuflischer Professionalität agierenden Festwochen-Team alljährlich bereite, hätte ich mich elend schlecht dabei gefühlt. Elend schlecht fühlte ich mich auch so, aber daran war wenigstens nicht ich selber schuld, sondern der Regisseur. Der Regisseur, ein mir persönlich sehr sympathischer Mann, ist dafür berühmt, das Beste, sprich: Schlechteste aus seinen Schauspielern rauszuholen. Wer nicht bereit ist, sich auf der Bühne oder vor der Kamera bis auf die ausgeleierte Unterwäsche und darunter hinaus zu entblößen, den kann er nicht brauchen.

Nun lässt sich vermutlich


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