7  Sachen, die Sie über EICHENPROZESSIONSSPINNER nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Was ist denn mit den Eichen in Wien? Gehen die jetzt auf Leute los?

Sie meinen, wegen der offiziellen Schilder: "Eichen bitte ausweichen?“ Nein, die warnen nur vor dem Eichenprozessionsspinner.

Vor wem, bitte?

Dem Eichenprozessionsspinner. Das ist eine Falterart (Flügelspannweite ca. 30 mm), die in den Kronen von Eichen wohnt und deren Raupen im Juni und/oder im Juli feine Härchen fallen lassen, die Personen mit Allergien oder mit Neigung zu Atembeschwerden zu Anfällen oder Juckreaktionen veranlassen können.

Um Gottes Willen, das klingt ja brandgefährlich! Wie kann man sich schützen?

Eben nicht unter Eichen gehen, und auch nichts anfassen, was aussieht wie ein herabgefallenes Raupennest, eine Raupe oder eine Raupenhülle.

Und was tut die Stadt?

Die spritzt kein Gift, um unsere Umwelt zu schonen. Sie bekämpft befallene Eichen mit dem biologischen Präparat Bacillus thuringiensis, nicht mit den chemischen Keule. Deswegen muss sie uns auch warnen.

Woran erinnert einen diese Warnung gleich noch einmal?

An das alte Sprichwort "Eichen sollst du weichen, die Buchen sollst du suchen“ - das Verhalten bei Blitzschlag betreffend.

Ist da was dran?

Ja, am ersten Teil. Bäume sind generell zu meiden. Bei Blitzschlag am besten ins offene Feld kauern, in eine Mulde, und die Füße zusammen!

Sind unsere Eichen gefährdet?

Kein Grund zur Panik. Der Eichenprozessionsspinner kann Bäume kahlfressen, tut es aber nur selten.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige