"Ein Mann der umfällt, ist auch keine Hilfe“

Stadtleben | Klinikbesuch: Gerlinde Pölsler | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Sonja Lackner hat mehr als 10.000 Kinder auf die Welt geholt - was hat sich in den letzten vier Jahrzehnten im Kreißsaal geändert? Ein Gespräch über das Gebären

Vor 37 Jahren half die 19-jährige Hebammenschülerin Sonja Lackner zum ersten Mal bei einer Geburt: Es war eine Spontangeburt, eine, die ohne Zutun von außen begonnen hatte. Die werdende Mutter hatte bereits mehrere Kinder zur Welt gebracht, und auch diese Geburt verlief problemlos. Damals waren die Gebärenden durchschnittlich um einiges jünger als heute, hatten mehrere Kinder - die Hebammen hatten es mit routinierteren Frauen zu tun.

Zu Lackners Anfangszeit, in den 1970er-Jahren, waren die Geburtskojen im Kreißsaal nur durch Vorhänge voneinander getrennt, jede Frau konnte mithören, was sich bei den anderen gerade abspielte. Der vielleicht wesentlichste Unterschied zu heute: Die werdenden Mütter durfte niemand in den Kreißsaal begleiten. Das ist erst seit 1984 erlaubt. Als dann endlich die ersten Väter mit zur Geburt


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