Das Haus der ersten Schreie

Stadtleben | Babybesuch: Karin Jirku | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Wer Spitäler anonym und Hausgeburten gefährlich findet geht ins Geburtshaus

Mitte April setzen bei Elisabeth Steinklammer die Wehen ein. Geht es heute wirklich los? Die 29-Jährige greift zum Telefon. Sie wählt aber nicht die Nummer des Taxis oder eines Krankenwagens, sondern ruft Rotraud Zeilinger an, ihre Hebamme. Im Gegensatz zu den meisten schwangeren Frauen hat Steinklammer nämlich eine eigene Hebamme, die sie seit Beginn der Schwangerschaft kennt und die sie auch zur Geburt begleiten wird.

Rotraud Zeilinger, 46, ist eine hochgewachsene Frau mit wuscheligem Kurzhaarschnitt und warmem Lächeln. Seit 1987 begleitet sie Geburten, seit mehr als zwei Jahren führt sie mit drei weiteren Hebammen das einzige Geburtshaus Österreichs, das in Hietzing in einem Bürogebäude residiert. "Zwei Jahre lang haben wir Vorarbeit geleistet, die Stadt Wien hat uns strenge Auflagen gemacht. Aber es hat sich gelohnt, 132 Kinder sind hier mittlerweile zur Welt gekommen“, zieht Zeilinger Zwischenbilanz.


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