EM-Tagebuch 

Der deutsche Lahm und die Hippieblume

Ballnotizen

Stadtleben | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Johann Skoceks Gedanken zum großen Ereignis

Die lebhaften Farben des Logos passen perfekt zum Bild, das Polen und die Ukraine der Welt bieten wollen“, sagt Michel Platini am 14. Dezember 2009. "Der Symbolismus einer wachsenden Pflanze liegt genau auf der Linie der zwei Gastgeberländer, und ich bin sicher, dass sie mit der Ausrichtung der Europameisterschaft Geschichte machen werden“, setzte der Uefa-Präsident hinzu. Das dreistielige Logo erblüht nun rund 200-mal während jeden EM-Spiels, vor und nach einer Zeit-, Superzeit- oder Supersuperzeitlupe. Das Gewächs sieht aus, als habe es ein Hippie gezeichnet, der in Woodstock eingeschlafen und, von einem Ball auf dem Kopf getroffen, rüde wieder aufgeweckt worden ist. In jeder der Blüten steht ein Mann mit erhobenen Armen, als ob er "Hände hoch“ macht. Es geht ja die Angst um, die Deutschen wollten nach der Währung und der Wirtschaft auch das schöne Spiel unter ihre Hegemonie bringen. Bis dahin ist aber noch ein weiter Weg, und mindestens einer hat sichtlich Schwierigkeiten: der deutsche Kapitän Philipp Lahm. Schlechter Trip, wie der Blumenhippie?


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