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Stilvoll kocht sein Ei der Brite, wofür er uns zum Coddler riete

Grundkurs Kochen (156)

Stadtleben | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Das Ei. Kein Lebensmittel wird wie es mit kleinem und größtem Hunger im Nu fertig. Zwar scheint es, als sei das Thema Ei längst durch. Es gibt aber immer etwas Neues. Zum Beispiel eine Zubereitungsart, die wir unseren eiaffinen britischen Zeitgenossen verdanken. Die auf Vintage-Lifestyle spezialisierte Publizistin Angel Adoree widmet in ihrem Ratgeber zur perfekten "Vintage Tea Party“ dem Ei im Coddler (deutsch etwa "Hätschler“) eine kleine Hommage. Der Vorteil dieser Zubereitungsart - eine Form des Pochierens - ist, dass das Ei im Gegensatz zum Ei im Glas eine feste Form behält und im Vergleich zur Eierspeis nicht so viel Fett erfordert, weil im Wasserbad gekocht wird. Und im Coddler ist noch Platz für allerhand schmackhafte Ingredienzien.

Wer ganz stilecht an die Sache herangehen will, der muss sich zunächst einen Coddler besorgen. Das geht ganz leicht übers Internet. Zur Not tut’s auch ein niedriges feuerfestes und nicht allzu breites Töpfchen mit Deckel.

Man nimmt einen Topf, stellt die (selbstgemachten) Coddler rein und befüllt sie zu drei Viertel mit Wasser. Die Coddler wieder herausnehmen, das Wasser zum Kochen bringen. Nun können die Gefäße gebuttert und mit Gewürzen bestreut werden. Das aufgeschlagene Ei dazu, Schinken, Lachs oder anderes hinein. Nochmals würzen. Die Töpfchen verschlossen in den Muttertopf stellen und fünf bis zehn Minuten garen lassen. Das Ergebnis kann entweder auf einen Teller gestürzt oder direkt aus dem Coddler gelöffelt werden. Tuck in! MS


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