Prost!  

Eisteetrinken mit gutem Gewissen: ChariTea aus Hamburg

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Eistee

Stadtleben | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Es ist hinlänglich bekannt, dass durch diverse Zwischenhändler der Teepreis steigt und der Teebauer meistens trotzdem wenig Profit aus seiner Ware schlägt. Direktimportkonzepte, wie sie bei der Firma Teekampagne zur Anwendung kommen, oder Fair Trade sichern den Bauern ein angemessenes Einkommen. Der Verein Lemonaid & ChariTea aus Hamburg hat sich bereits seit 2009 dem politisch korrekten Eistee verschrieben. ChariTea und Lemonaid, so heißen auch die zwei Getränkelinien. Sie werden in Mehrwegpfandflaschen verpackt und schauen erstaunlich Charity-frei aus (abgesehen vom Namen). Das heißt, es gibt keine folkloristische Zierzeile, die auf das Herkunftsland verweist. Auf die Papieretikette wurde verzichtet, Name und Ingredienzien mit weißer Schrift direkt auf das Glas appliziert. Schick! Die Hauptingredienz Biotee stammt aus Plantagen in Paraguay, Südafrika und Sri Lanka, abgesehen vom Fair-Trade-Preis werden Gewinne für Sozialprojekte im Herkunftsland ausgeschüttet.

ChariTea ist mit Schwarztee: proper, erfrischend, ohne Zucker, bloß mit etwas Agavendicksaft angereichert. Lemonaid - eine Mischung aus Rohrzucker und Limettensaft, wirklich sehr erfrischend. Lemonaid Maracuja sticht ein wenig auf der Zunge, vermutlich wegen der Fruchtsäure. Wessen Passion diese Frucht ist, wird es lieben. Abgefedert wurde mit einem Schuss feine Mango. Grüntee und Rooibos mit Fruchtsäften vermischt ist weniger interessant. Was soll’s. Gut sein und lecker, das geht sich eben nicht immer aus. MS


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