Festival Tipp

Viennale wie noch nie: 50 Jahre 50 Tage 50 Filme

Extra | Michael Omasta | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

In seinem fünften Jahr steht "Kino wie noch nie“, das gemeinsame Freiluftkino von Viennale und Filmarchiv Austria, ganz im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums des Wiener Filmfestivals. "50 Jahre 50 Tage 50 Filme“ lautet das Motto, und auf dem Programm stehen Höhepunkte aus der Geschichte der anno 1960 erstmals veranstalteten Viennale. Über das genaue Programm muss bei Redaktionsschluss noch spekuliert werden. So könnte "The Savage Eye“ den Anfang machen, ein semidokumentarisches Werk von Joe Strick, Ben Maddow und Sidney Meyers, drei Opfern der Hollywood-Blacklist, das im ersten Jahr der Viennale gezeigt wurde. Traditionell stark vertreten war das französische Kino: Premieren wie "Lancelot du Lac“ von Robert Bresson (1975), "Les Routes du Sud“ von Joseph Losey (1978) oder "Loulou“ von Maurice Pialat (1980) überragten die zum Teil beliebig anmutenden Jahresschauen. Schließlich noch drei Festivalhöhepunkte, die mir selbst unvergesslich in Erinnerung sind: "Komm und sieh“ von Elem Klimov (1986), einer der wenigen Antikriegsfilme, die diesen Namen verdienen, das fabelhafte "Schweinchen namens Babe“ (1995) und Martina Kudláceks großartige "Notes on Marie Menken“ (2005).

Filmarchiv Austria, Augarten, 5.7.-23.8. (Vorprogramm ab 20.30, Filmstart 21.30)


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