Kunst Tipp

Ein Fest für Gustav: Museen feiern Klimt

Matthias Dussini | Extra | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Zum Geburtstagsständchen für Gustav Klimt, der vor 150 Jahren geboren wurde, gehören zwei bemerkenswerte Ausstellungen. Das Österreichische Theatermuseum besitzt mit dem Gemälde "Nuda Veritas“ (1899) ein Hauptwerk des Künstlers und zeigt es nun mit Materialien aus dem Nachlass des Schriftstellers Hermann Bahr, in dessen Besitz sich die "Nackte Wahrheit“ befand. Das Bild zeichnet sich durch ein extremes Hochformat aus. Die dargestellte rothaarige Frau ist nackt, ohne das vom moralisierenden Blick der Gesellschaft verlangte antikisierende Mäntelchen. Eine Inschrift über dem Akt macht das Gemälde zum Programmbild. "Vielen gefallen ist schlimm“, lautet das - verkürzt wiedergegebene - Schiller-Zitat. Das Augenmerk der Schau "Gegen Klimt“ gilt dem Wiener Kontext des Bildes. Gemeinsam mit Kolo Moser publizierte Klimt die Schrift "Gegen Klimt“, eine Zusammenstellung journalistischer Schmähungen, die sich nach Auffassung der Herausgeber selbst entlarvt. Neben dieser Publikation

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