Festival Tipp

Frequency: Es darf wieder durchgedreht werden

Extra | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen“ heißt ein außergewöhnlicher, aus einem einzigen überlangen Satz bestehender Prosaband von Xaver Bayer. Mit "Wenn die Jugendlichen Müll in die Traisen schmeißen“ ließe sich eine Ankündigung über das natürlich auch heuer wieder stattfindende Frequency Festival auf dem Gelände des VAZ St. Pölten weniger elegant überschreiben. Wobei: Mittlerweile gibt es hier die Möglichkeit zum "Green Camping“, bei dem auch die Umwelt ihre Freude am Festival hat.

Zu Österreichs Alternative-Mainstream-Festival Nummer eins ist inzwischen alles gesagt. Den meisten Besuchern geht es hier nicht so sehr um die Musik an sich als um gepflegtes Durchdrehen und Deppertsein. Insofern unterscheidet sich das Frequency, das schon zum vierten Mal im so genannten Green Park von St. Pölten stattfindet, nicht strukturell vom Bierzelt oder Feuerwehrfest. Nur die Musik ist, das muss man sagen, besser. Zwar sind die meisten internationalen Festivals dieser Größenordnung weitaus liebevoller programmiert, doch sollte heuer auch auf dem Frequency ein jeder, der hören will und sich von den Umständen nicht davon abhalten lässt, fündig werden.

Die großen Namen lauten 2012 The Cure, The Killers, Placebo und Korn. Es rocken Black Keys und The Hives, es indierocken Bloc Party und Maximo Park, es charmieren The XX und Saint Etienne, es laden zum Tanz Jan Delay und Paul Kalkbrenner. Weiters dabei: Hot Chip, Tocotronic, Wilco, Lykke Li. Es gibt einen Daypark und einen Nightpark, in dem DJs ihre Arbeit verrichten. Bis in die Morgenstunden. Wahnsinn eigentlich.

Green Park St. Pölten, 16.-18.8. (Welcome Day: 15.8., auch mit Musikprogramm)


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