Festival Tipp

regionale12 will zeigen, was in Murau steckt

Extra | Tiz Schaffer | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Der Bezirk Murau in der Obersteiermark hat rund 30.000 Einwohner, die Bevölkerungszahl sinkt. Das drängt sich als Thema für die regionale12 auf, die unter dem Titel "Stadt. Land. Fluss.“ firmiert. Heuer wird sich das biennal ausgerichtete Festival für Gegenwartskultur rund um die Festivalzentren in Murau, St. Lamprecht und Krakau positionieren.

Die regionale12 kann man vier Wochen lang besuchen, sie wartet mit 25 Projekten auf, "von Selbstversuchen bis zu naturwissenschaftlichen Experimenten, Kunst-Eingriffen in öffentliche Räume und private Orte und alltägliche Momentaufnahmen durch Kunst, Theater und Musik“, die von regionalen und internationalen Künstlern entwickelt wurden. Wer das Eröffnungswochenende vom 22. bis 24.6. besucht, bekommt die regionale12 in komprimierter Form gereicht und kann sich einen Eindruck davon verschaffen, was die kommenden Wochen geboten wird.

Das Programm will Spezifika der Gegend herausarbeiten. Werner Koroschitz und Uli Vonbank-Schedler stöbern unter dem Titel "Kein schöner Land“ verdrängten Aspekten der NS-Zeit in Murau nach. Die beiden Kuratoren richten auch die Ausstellung "Wo wir uns finden“ (Eröffnung: 24.6., 14 Uhr) aus, wo Künstler wie Pipilotti Rist oder Hans Schabus vertreten sind. Oliver Hangl ist für seine Kopfhörerprojekte bekannt, für "Kino im Kopf“ (23. und 24.6.) wird einem die Wolf-Hass-Verfilmung "Der Knochenmann“ ein wenig anders serviert. Nervös dürften schon die Oberwölzer sein: Ende Juni sperren sie sich und ihre Gäste drei Tage in ihrer Stadt ein. Die regionale12 endet spektakulär: Am Etrachsee wird am 21. Juli eine Komposition von Klaus Lang von über 600 regionalen Musikern aufgeführt.


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