Wasser, Teehaus, Gemsle - der steile Walserherbst


Armin Thurnher
Extra | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Alle zwei jahre findet das Festival im Großen Walsertal statt

Das Große Walsertal kann man mittlerweile kennen. Das Kinopublikum und auch das Fernsehpublikum haben Reinhold Bilgeris Film "Der Atem des Himmels“ gesehen, im Fernsehen lief aus diesem Anlass auch die eindringliche Dokumentation der Lawinenkatastrophe von 1954, die Bilgeri zu Buch und Film inspirierten. Das Große Walsertal ist aber weit mehr als nur Kulisse oder Gedenkort. Es ist eine phantastische Landschaft, ein Bergtal, ein Biosphärenpark und Vorarlbergs erster Naturpark.

Im 14. Jahrhundert wanderten hier die Walser ein, denen zu Hause im Schweizer Wallis und in Graubünden der Platz zu knapp wurde. Sie waren als einzige bereit, höher gelegene unwirtliche Gegenden zu besiedeln. Heute wird das karge, aber atemberaubend schöne Tal nicht mehr nur von Bergbauern besiedelt, sondern, wie es schönen kargen Landschaften zu gehen pflegt, in regelmäßigen Abständen (und in der Propstei St. Gerold permanent) von Kulturtreibenden.

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