Ist das noch Punkrock? Die Ärzte in der Stadthalle, die Toten Hosen im Burgtheater

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Die Ärzte oder die Toten Hosen? Die Antwort scheint klar: Die Ärzte sind anarchischer, vielschichtiger, gewitzter und glamouröser. Sie spielen seit jeher als Trio, in der magischen Rockbandbesetzung also, und haben doch einen Frontmann mehr als die zu fünft antretenden Kollegen aus Düsseldorf.

Ist bei den Toten Hosen Sänger Campino alleine für das Sprücheklopfen und die Show zuständig, ringen der Gitarrist Farin Urlaub und der Schlagzeuger Bela B. bei den Berlinern seit jeher hingebungsvoll um die beste Pointe.

Die Ärzte also? Ja - und aber auch nicht. Denn natürlich sind sie die Beatles und die Hosen die Stones der deutschen Popszene. Wer auf die ewige Gretchenfrage aber mit dem naheliegenden "Beatles natürlich!“ antwortet, bringt sich - unter anderem - ja auch um "Sympathy for the Devil“, den vielleicht besten Rocksong aller Zeiten. "Die Ärzte und die Toten Hosen“ mag meinungsschwach klingen, ist aber die vernünftigere Antwort.

Dass beide Bands diese Woche in Wien auftreten,


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