Musiktheater Kritik

Etwas ausufernde Pomp-haha-dour

Lexikon | aus FALTER 24/12 vom 13.06.2012

Detailverliebt, mit Dialogen überlang gespickt, ist die Inszenierung der "Madame Pompadour“ geworden, bisserl Rotstift täte hier gut. Diva Annette Dasch (in elf verschiedenen Kostümen) agiert sympathisch undivenhaft, wiewohl ihr Soubrettenhaftes weniger liegt als eine Fritzi Massary (angeblich Leo Falls Co-Autorin). Aber sonst: Chapeau. Auch vor der tollen, einfallsreichen Musik ohne Schmalz. Die frivol eindeutige Handlung gipfelt natürlich in der "Josef, ach Josef, was bist du so keusch“-Episode, wo die Dasch auch ihr schauspielerisches Können triumphal ausspielt, wenn sie einen Mann (eh brav) "vergewaltigt“. Heinz Zednik als Ludwig XV. zeigt souverän, wie man Pointen setzen muss, Buffopaar und Polizeiminister waren witzig,, alle Rollen musikalisch gut besetzt. Empfehlung! HR

Volksoper Sa, Mo, Mi 19.00


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