Technik  Dinge, die uns brauchen

Ein netter Zaubertrick, aber auch nicht mehr

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Digitale Geräte haben, wie es heißt, einen Nutzen: Man kann damit telefonieren, im Web surfen, Mails abrufen und vieles mehr. Was auch nur geringfügig darüber hinausgeht, nennen die Hersteller gerne Magie. Jüngstes Beispiel ist das Sony Xperia Sola. "Internet wie von Zauberhand“, verspricht die Sony-Website: "Der magische Touch. Ganz ohne Berührung.“

Zaubern wir also das Kaninchen aus dem Hut: Bei diesem Smartphone kann man den Bildschirm ohne physischen Kontakt ansteuern. Magischerweise heißt die von Sony entwickelte Technik "Floating Toach“, was so viel bedeutet wie "schwebende Berührung“. Es genügt also, den Finger knapp über das Display zu halten, um etwa einen Link zu markieren. Der Finger fungiert dabei als eine Art Cursor.

Hat man den richtigen Link getroffen, kann man ihn wie gewohnt durch Fingerdruck öffnen.

Der einzige Vorteil ist: Man tappt weniger oft versehentlich auf den falschen Link. Ist das wirklich schon Magie? Oder eher fauler Zauber? Seien wir nicht ungerecht. Das Xperia Sola (349 Euro) ist ein sehr ordentliches, schickes Smartphone mit guter Ausstattung.

Das 3,7-Zoll-Display hat eine vernünftige Größe. Es gibt eine hochauflösende Kamera, einen flinken Doppelkernprozessor, einen NFC-Chip fürs digitale Bezahlen der Zukunft und gleich zwei vorinstallierte Navis. Viel mehr kann man in dieser Preisklasse gar nicht verlangen. Geschweige denn echte Zauberei.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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