Die Wirklichkeit als Summe ihrer Möglichkeiten

Feuilleton | Geburtstagsgruss: Michael Omasta | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Gerade in seinem Verzicht auf Personalstil blieb Avantgardefilmer Ferry Radax Individualist. Dieser Tage feiert er seinen 80er

Ferry Radax war Sängerknabe, Modezeichner, Jazzpianist, Fotograf, bevor er 1951 im Alter von 19 Jahren beim Film landete, und zwar beim allerersten österreichischen Avantgardefilm überhaupt. "An diesen Abenden“ basiert auf einem Gedicht von Georg Trakl, das von Gerhard Rühm vertont und von Herbert Vesely als bildgewaltiges "Spiel vom Sensenmann und der Magd“ in Szene gesetzt wurde.

"Dort geschah das absolute Gegenteil von dem, was wir für moderne Kunst gehalten haben: Romantik“, erinnerte sich Radax, damals Kameraassistent und Darsteller, später an die Dreharbeiten. "Es gab dann auch bald Streit, weil ich zu Vesely gesagt habe: ‚Du, das ist doch ein Wahnsinn!‘“

Soweit es die heimische Filmavantgarde betrifft, war der 1932 in Wien geborene Ferry (Franz) Radax also nicht nur von Anfang an dabei, sondern hatte von Anfang an auch seine ganz eigenen Vorstellungen


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