Kraliceks Festwochentagebuch  Notizen eines Festivalbesuchers auf der Suche nach dem Theaterglück (6)

Sogar der Wienerwald gehört jetzt schon zu den Wiener Festwochen!

Feuilleton | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Dienstag, 12. Juni: Liebes Tagebuch! Heute habe ich im Theater an der Wien "Three Kingdoms“ von Simon Stephens gesehen. Das wäre an sich nicht nötig gewesen, weil ich Sebastian Nüblings Inszenierung eh schon zwei Mal (München, London) gesehen habe. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem wieder. Der Thriller um einen englischen Kriminalpolizisten, den es auf der Suche nach einem Prostituiertenmörder auf den Kontinent, nach Deutschland und Estland, verschlägt, macht sogar jedes Mal mehr Spaß. Okay, Spaß ist vielleicht nicht das richtige Wort für ein Stück, in dem sich alles um eine Frau dreht, der bei lebendigem Leib der Kopf vom Rumpf gesägt worden ist. Trotzdem macht es verdammt viel, ja: Spaß, diesen Schauspielern zuzusehen.

Der spezielle Reiz dieser trilateralen Koproduktion besteht darin, dass hier Schauspieler aus drei verschiedenen Ländern und drei verschiedenen Spielkulturen aufeinandertreffen. Selten gehen derartige Projekte so gut auf wie dieses. Und wenn man sich nicht


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