7  Sachen die Sie über das Donauinselfest eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Warum eigentlich?

Wie jetzt, warum eigentlich?

Na, warum lassen sich Leute freiwillig von Millionen anderen herumschieben?

Weil das nun einmal der Preis für kostenlose Konzerte und das Dabeisein bei Europas größtem Open Air ist. Die Wiener stehen drauf, glaubt man den rund drei Millionen verkauften Brathendln, zwei Millionen Steckerlfischen, der einen Million Kebabs und den sieben Millionen Würsteln, die alljährlich von fast drei Millionen Besuchern mit circa fünf Millionen Litern Bier hinuntergespült werden.

Was ist eigentlich der Anlass fürs Fest?

Die Wiener SPÖ beglückt das Wählervolk mit Brot und Spielen. Der Vorläufer war eine Art "kulturelles Frühjahrsfest“ anno 1983 - daraus wurde quasi ein Wiener Woodstock.

Wieso Wiener Woodstock?

Minisex und Tom Pettings Hertzattacken sind nicht Hendrix, das stimmt. Aber statt der erwarteten 15.000 Besucher kamen damals 160.000.

War nicht auch einmal die Rede davon, das Fest fix in den Herbst zu verlegen?

Tatsächlich fand es 2008 im September statt. Nämlich wegen der Fußball-EM, die in Wien ausgetragen wurde. Blieb aber eine einmalige Ausnahme.

Wettertechnisch wäre es wohl egal: Hochwasser gibt es alle Jahre wieder.

Richtig. Aber Wetterpech, Gewitter und Überschwemmungen gehören quasi schon zum Programm.

So wie Sonnenbrand und schweißtreibendes Gedränge?

Wobei der Abtransport der Massen per U-Bahn über die Jahre immer reibungsloser geworden ist. Seit sie am Wochenende auch nachts fährt, sind die Tokioter Zustände passé.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige