Durchlässig und altbewährt

Lexikon | Gerhard Stöger, Klaus Nüchtern | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Das Jazz Fest Wien bietet auch heuer Soul, Pop, Weltmusik - und ja, durchaus auch Jazz

Es sei nicht unbedingt Jazz drin, wo "Jazz Fest Wien“ draufsteht, lautet ein häufig geäußerter Vorwurf zum traditionsreichen Wiener Sommerfestival, das heuer von 25. Juni bis 9. Juli stattfindet. Der andere Kritikpunkt betrifft die Risikofreude: zu viele altbekannte Gesichter, heißt es, zu wenige Entdeckungen.

"Das Jazz Fest Wien“, schreibt Harald Justin im diesjährigen Programmheft, "bei dem die Grenzen zwischen Jazz, Blues, Soul, Pop und Worldmusic erfreulicherweise immer schon recht durchlässig waren, präsentiert heuer ein Programm, das dieses Mal besonders mit Altbewährtem triumphiert.“ Die Veranstalter widersprechen ihren Kritikern also gar nicht, deuten die Faktenlage aber naturgemäß positiv.

Zumindest in einem Punkt muss man beim diesjährigen Line-up mit Kritik in der Tat vorsichtig sein: Ein Jazz Fest, dass mit einem Soulkracher beginnt und mit einem ebensolchen endet, kann kein


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