Theater  Tipps

Eine Welt zwischen Krise und Katastrophe

Lexikon | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Der Berliner Regisseur und Autor René Pollesch produziert Stücke wie am Fließband. Sein boulevardeskes Diskurstheater verpackt theoretische Fragestellungen in populäre Stoffe; heraus kommen dabei überdrehte Textperformances, die für alle Beteiligten eine mehr oder weniger unterhaltsame Zumutung darstellen. Seine sechste Wiener Arbeit, "Die Liebe zum Nochniedagewesenen“, ist inhaltlich konzentrierter und szenisch opulenter als frühere Pollesch-Stücke geraten. Das kleine Ensemble um den überragenden Martin Wuttke (der einmal sogar Ballett tanzt!) verheddert sich in endlosen Debatten um den Unterschied zwischen einer Krise und einer Katastrophe und der Unvereinbarkeit von Sprache und Liebe. Letzte Vorstellung. WK

Akademietheater, Sa 20.00


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