Tanz und Theater um und für die Region. Auch im Fünfelfteltakt

Steiermark | Vorschau: Hermann Götz | aus FALTER 25/12 vom 20.06.2012

Muss Regionale-Theater regionales Theater sein? Oder anders gefragt: Was überhaupt ist regionales Theater? 2012 gibt es darauf ein paar gute Antworten. Da tritt die Choreografin Anna Schrefl an, tanzschrittweise das Festival zu bewegen. In "fünfelfteltakt“ (St. Lambrecht, 29.6., 19.30 Uhr, Premiere) erforscht sie gemeinsam mit Laiengruppen und Profitänzern an ausgesuchten Orten den Rhythmus der Region. Präsentiert wird die Arbeit dort, wo sich auch sonst regionale Lebenswirklichkeit manifestiert: im Gemeindesaal, im Stall oder in der Kirche.

Die Damen des Grazer Theater im Bahnhof und ihr Regisseur Helmut Köpping haben ihrer Arbeit eine intensive Auseinandersetzung mit den Lebenswelten der Gegend zugrunde gelegt: "Friedhof der Eigenheime“ (Frojach, 28.6., 19 Uhr, Premiere) erklärt eine Bauschuttdeponie zur pathologischen Abteilung des Volkstheaters und seziert aus den Trümmern vergangener Eigenheimträume und -wirklichkeiten. Schwer abbaubar könnte in den Resten von Häusern und Wegen auch das Wort "Rückbau“ angedeutet sein, das durch manche Gegend der Obersteiermark geistert.

Regional, aber nicht ausschließlich theatral funktioniert die Produktion "Teufenbach Eins“. 76 Menschen leben unter dieser Adresse in einer Seniorenresidenz. Und mit ihnen eine Menge Geschichten. Auf Initiative von UniT wurden diese von Kunstschaffenden gesammelt und auf Stoffen sichtbar gemacht. Ab 23. Juni wird das Gartenhaus der Residenz zum Atelier, wo eine Modekollektion entsteht, die man am 30. Juni um 15 Uhr gemeinsam mit Texten der jungen Dramatikerin Natascha Gangl präsentiert. F


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