Seinesgleichen geschieht  

Herrn Spindeleggers Nasenschatten und Frau Merkels Liebe zum Konsens

Der Kommentar des Herausgebers


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

In der Zeitschrift Merkur ist ein Aufsatz erschienen, der die Langweiligkeit der deutschen Politik und der politischen Öffentlichkeit zugleich ironisiert und lobt. Der Autor erläutert dies am Beispiel der Kanzlerin Angelika Merkel, deren scheinbare Besonnenheit und Zauderei bei der Bevölkerung gut ankommt. Der schottische Kollege, dem er versucht, deutsche Zustände zu erklären, ist offenbar von den Subtilitäten seiner Beschreibung gelangweilt.

Wir sind es nicht. Der Text betrifft nämlich indirekt auch uns. Weniger weil der Staat Österreich als verfassungsmäßige Negation Deutschlands und zugleich als deutscher wirtschaftspolitischer Appendix funktioniert. Unsere Spitzenpolitiker sind ebenso unbeliebt und langweilig wie die deutschen; sie sind außerdem noch machtlos.

Niemand wird ihr Verhalten als Rezept zur Lösung von Weltkrisen interpretieren. Sie stehen, unauffälligen Zwergen gleich, in Vizekanzler Michael Spindeleggers Nasenschatten. Aber selbst dieser Schatten, der vor kurzem

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