Meinesgleichen

Unter Denunzianten und Ministranten

Falter & Meinung | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Kaum verlasse ich drei Tage die Stadt, trauen sie sich wieder. In der Kronen Zeitung attackiert mich Kleinkolumnist Richard Schmitt in meiner Funktion als Vorstandsmitglied des Vereins Okto TV. Okto bekomme zu viel Geld für zu wenig Reichweite, schreibt er. Das verstehe ich, denn Schmitt kann zwar nicht rechnen (die von ihm angegebene Okto-Reichweite ist vollkommen falsch), aber zwei und zwei zusammenzählen. Derzeit wird im Rathaus über das Okto-Budget verhandelt, und was Okto nicht bekommt, denkt Schmitt, kann ja die Krone kriegen, die offenbar um ihre Rathaus-Millionen fürchtet. Dass das Blatt die FPÖ pusht, ist seit Jahrzehnten bekannt. Der blaue Politiker Johann Gudenus meint in der Krone, dass ich im Vorstand von Okto sitze, sei "zumindest bemerkenswert“. Oho!

Bemerkenswert, dass er das schon bemerkt, nach sieben Jahren. Ein anderer hat es ebenfalls bemerkt, Presse-Chefredakteur Michael Fleischhacker, den ich vergangene Woche mit einem Meinesgleichen aus dem Sommerschlaf geweckt habe. Jetzt schlägt er mit einem Vorwurf zurück, der wieder mich in Sommermüdigkeit versetzt: Ich sei ein Gutmensch. Gähn. Beweise: F. berichtet von einer Diskussionsveranstaltung, an der er leider nicht teilnehmen konnte. Und vom Medienquartett bei Okto (kann man unter www.okto.tv nachsehen), wo ich mit meinen Kolleginnen angeblich "ästhetisch sparsame Hochämter moralischer Selbstgefälligkeit“ feiere. Ojemine: Fleischhacker durfte dabei noch nie ministrieren!

Quellen:

Kronen Zeitung vom 24. und 25.6. ¦ Presse vom 24.6.


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