Kommentar 

Ein Festival kann Füllhorn oder auch Suchscheinwerfer sein

Viennale


Klaus Nüchtern
Falter & Meinung | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Als Viennale-Direktor Hans Hurch im Oktober 2010 in einem Falter-Interview gefragt wurde, ob es nicht langsam Zeit wäre, über eine Hofübergabe nachzudenken, antwortete er mit einer Gegenfrage: "Wieso muss ich mich rechtfertigen? Auch bei anderen Sachen, die strukturell viel nachhaltiger sind als Festivals, wird das so gut wie nie hinterfragt.“

Vergangene Woche hat sich das Viennale-Kuratorium Hurchs mehrfach angedeutetem Wunsch, nicht nach bloß 17 Jahren Festivalleitung schon wieder nach Hause geschickt zu werden, angeschlossen und dessen Vertrag bis 2016 verlängert. Hurch wird dann 20 Jahre im Amt gewesen sein. Dass er und sein Team tolle Arbeit geleistet haben, bestreitet niemand. Der Erfolg gibt ihm, wie es so schön heißt, Recht.

Jahr für Jahr gelang der Viennale der Spagat zwischen Populismus und Cineasmus; die gerade angesagten Arthouse-Filme (die oft kurz danach ohnehin ins Kino kommen) wurden und werden ebenso gezeigt wie filmhistorische Tributes und Spezialschienen. Und

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