Die dunklen Seiten unserer Republik

Falter & Meinung | Kommentar: Florian Klenk | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Wien hat die Geschichte seiner grausamen Kinderheime untersucht. Kirche, Heer und Justiz müssen folgen

Es war ein seltener Moment in diesem Land des Zauderns und Verdrängens.

Ein Wiener SPÖ-Stadtrat, Christian Oxonitsch, und ein Historiker, Reinhard Sieder, traten gemeinsam an die Öffentlichkeit, um einen vernichtenden Bericht über jene städtischen Kinderheime vorzustellen, für die die Vorgänger des Stadtrats und die regierende SPÖ verantwortlich zeichneten.

Oxonitsch und Sieder legten sich keine Zurückhaltung auf. Sieder sprach von einer "historischen Katastrophe von unfassbarem Ausmaß“. Und Oxonitsch sagte: "Wir wissen, dass wir nichts wiedergutmachen können. Aber wir wollen zumindest ein Zeichen setzen.“

In stundenlangen Gesprächen wurden für den Bericht die Erzählungen von 20 ehemaligen "Heimkindern“ aufgezeichnet. Ende 2012 soll das Dossier als 530 Seiten starkes Buch veröffentlicht werden. Viele der Heimkinder werden und wurden durch die Opferschutzorganisation Weißer


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