Kolumne  

Die Krise könnte zu den "United States of Europe“ führen

Außenpolitik


Raimund Löw
Falter & Meinung | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Nicht nationale Misswirtschaft in Griechenland oder Irland, Spanien oder Italien hat den Sturmwind entfacht, der Europa durcheinanderwirbelt. Es ist der Hybridzustand der Europäischen Union, halb Bundesstaat, halb Staatenbund, der dem Ansturm der internationalen Finanzmärkte nicht gewachsen ist. "Break Up or Superstate“, Zerfall oder Superstaat, präzisiert der britische Economist die Optionen.

Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds, zeichnet vor dem EU-Gipfel diese Woche vor, wohin die Reise geht. Im Zentrum steht das Geld. Eine europäische Bankenaufsicht mit Durchgriffsrecht, unabhängig von den Wünschen der Nationalstaaten, ist aus Sicht des Währungsfonds die Überlebensfrage für den Euro. Europa muss die Guthaben der Sparer garantieren können, wenn die nationale Einlagensicherung versagt. Ein gemeinsamer Rettungsfonds soll es EU-Finanzwächtern ermöglichen, Großbanken aufzuspalten oder zu schließen.

Als der Zusammenbruch von Lehman Brothers 2008 das Weltfinanzsystem

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige