Bruderkrieg im Kernland

Politik | Analyse: Wolfgang Zwander | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache könnte machtmäßig profitieren, aber Stimmen verlieren, wenn FPK-Chef Uwe Scheuch in der "Part of the Game“-Affäre verurteilt wird

Noch während Heinz-Christian Strache auf EU-Diktatur und Bilderberger-Treffen schimpfte, löschten die Feuerwehrmänner hinter ihm die Flammen des brennenden Reisighaufens. Trotz des lodernden Feuers gelang es dem FPÖ-Chef nicht, den Funken seiner Worte auf die etwa 200 Zuhörer überspringen zu lassen. Claqueure bemühten sich zwar um Stimmung, aber nur ein einziges Mal brandete überall lauter Applaus auf - als Strache sagte, es gelte "das Erbe Jörg Haiders zu verteidigen“.

Die FPK, der als eigene Partei organisierte FPÖ-Ableger in Kärnten, hatte am vergangenen Donnerstag zu einer Sonnwendfeier auf den Plöschenberg geladen. Die "Feuerrede“, wie es auf der Einladung hieß, hielt FPÖ-Chef Strache. Sein Vorredner war FPK-Chef Uwe Scheuch, der vier Tage später wegen der "Part of he Game“-Affäre vor Gericht stehen


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