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Bücher, kurz besprochen

Politik | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Medienliebkind Steinbrück

Am Beispiel des früheren deutschen Finanzministers Peer Steinbrück zeigt sich, warum Politik und Wähler einander zunehmend fremd werden. Steinbrück gilt den Medien neben Parteichef Sigmar Gabriel und Klubchef Frank-Walter Steinmeier als Mitglied der SPD-Troika, die zurzeit die deutsche Sozialdemokratie führt. Der Journalist Daniel Friedrich Sturm hat eine sehr gut recherchierte Steinbrück-Biografie veröffentlicht. Über dessen Persönlichkeit schreibt Sturm: "Sobald Steinbrück spürt, dass sein Gegenüber einem Dialog nicht gewachsen ist, wendet er sich ab.“

Wer das zu empfehlende Buch liest, kann das Leben eines smarten Technokraten verfolgen, dessen Sorge es stets war, den linken Flügel seiner Partei zu schwächen. Sturms Werk zeigt, dass Steinbrücks hohe Position in der SPD einer objektiven Grundlage entbehrt. Er war in seiner Partei nie beliebt und hat schon lange kein Amt inne, das seine hohe Medienpräsenz legitimieren würde. Steinbrück besitzt


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