Wieder gelesen 

Bücher, entstaubt

Politik | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Kollaborateure des Bösen

Gitta Sereny war eine Chronistin des Schlechten und der Schlächter. Die in Wien geborene britische Historikerin traf für ihre Werke wiederholt die Kindesmörderin Mary Bell, den NS-Architekten Albert Speer und den KZ-Lagerleiter Franz Stangl. Sereny wurde getrieben von der Frage, wie und warum man zu einem Unmenschen wird. Männer wie Stangl seien "normale Leute“ gewesen und hätten sich moralisch nichts vorgeworfen, sagte sie. Vergangene Woche starb Sereny im Alter von 91 Jahren. WZ

Gitta Sereny: Gespräche mit dem Henker: Franz Stangl und die Morde von Treblinka. Piper, 1997, 441 S., € 50,-


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