Nachgesehen  


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Warum der Ganslwirt bald Jedmayer heißt und viel schöner wird

Noch zwei Wochen, dann ist der Ganslwirt, Wiens erstes Tageszentrum für Drogenabhängige, Geschichte. Das vor 22 Jahren eröffnete Zentrum im 6. und das ähnlich konzipierte TaBeNo im 4. Bezirk werden ab Juli zum Jedmayer, einem 2800-Quadratmeter-Zentrum der Suchthilfe Wien am Gumpendorfer Gürtel.

"Wir wollten den neuen Ort wie ein Dorf konzipieren“, sagt Robert Öllinger, Geschäftsführer der Suchthilfe. Deshalb gibt es im Jedmayer nicht nur ein Tageszentrum mit Essen und Trinken, eine Notschlafstelle und ein Ambulatorium, sondern auch Garten, Ruhe- und Fernsehraum, Bibliothek und zwei Werkstätten. Statt des etwas düsteren Gassenlokals Ganslwirt werden Drogenabhängige nun in einem hellen, freundlichen Neubau betreut.

Mehr Platz ist auch dringend nötig: War der "alte“ Ganslwirt für 50 Gäste pro Tag konzipiert, kommen mittlerweile über 200 Besucher in die beiden Zentren, 7800 Spritzen werden täglich getauscht.


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