Mediaforschung  

Wieso hängt A1 jetzt in der Straßenbahn, Frau Sourek?

Nachfragekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Vorige Woche war alles zugehängt. Da fanden Öffi-Fahrer neben den orangenen Plastikschlaufen, die in den Wiener Straßenbahnen zum Anhalten gedacht sind, auch eine A1-Werbung zum Abzupfen, die an die "Do not disturb“-Täfelchen in Hotelzimmern erinnerte.

"Jetzt mit A1 169 Euro sparen“ verspricht der Telekommunikationsanbieter auf seinen Hängern, von denen vergangene Woche 50.000 Stück in allen Wiener Straßenbahnlinien zu finden waren.

"Wir sind die ersten, die in Österreich eine derartige Werbung in den Öffis machen“, sagt Tanja Sourek, Bereichsleiterin Markting Communications bei A1. International sei es durchaus üblich, derartige Hänger in U-Bahnen oder Straßenbahnen zu platzieren. Die Idee für die Straßenbahn-Werbeoffensive sei beim Brainstorming mit der Gewista entstanden. "Da haben wir uns überlegt, wie wir die Wienerinnen und Wiener neben den herkömmlichen Wegen, also Printinseraten, Plakaten und im Internet, erreichen können“, sagt Sourek.

Bei täglich etwa 2,4 Millionen Passagieren, die von den Wiener Linien befördert werden, sind die Straßenbahnen kein schlechter Platz für Werbebotschaften. Trotzdem muss sich kein Öffi-Fahrer fürchten, die Bims ab jetzt dauernd mit Werbehängern teilen zu müssen. "Das war jetzt erst einmal ein Testlauf“, sagt Dominik Gries, Sprecher der Wiener Linien, "es gab sehr viele und durchaus gemischte Reaktionen“. Ein neuer Werbedurchgang sei aber nicht geplant. "Jetzt wird erst einmal evaluiert“, sagt Gries.


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