Technik  

Mit dem Handy dreidimensional unterwegs

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Wer braucht 3-D-Smartphones? Die eindimensionale Antwort: niemand. Aber lassen Sie mich die Frage aus verschiedenen Blickwinkeln - also quasi räumlich - betrachten.

Zum einen macht das dreidimensionale Fotografieren und Filmen Spaß. Das andere ist die technische Faszination. Auf großen Bildschirmen braucht man immer noch spezielle Brillen, um die Bilder fürs linke und rechte Auge zu trennen. Auf kleinen Displays funktioniert der 3-D-Effekt bereits ohne Brille. Fotofreunde mit Faible für Innovationen können an 3-D-Smartphones also durchaus ihre Freude haben.

Das neue LG Optimus 3D Max (499 Euro) gehört neben dem HTC Evo 3D zu den besten Geräten. Die Stereokamera bietet zweimal fünf Megapixel Auflösung, als Blitzlicht dient eine Foto-LED, und es gibt einen "Touch-Fokus“, um die Bildschärfe per Fingergeste einzustellen. Der 1,2-Gigahertz-Prozessor erlaubt die zügige Berechnung der 3-D-Bilder.

Auch an einschlägiger Software hat der Hersteller nicht gespart. Vorinstalliert sind ein Videoschnittprogramm und ein 3-D-Konverter, der 2-D-Bilder in 3-D umrechnet. Das Handy ist bereits mit dem Nahbereichsfunk NFC ausgestattet.

Als Gag gibt es drei Etiketten für Auto, Büro und Schlafzimmer, die der Nutzer an entsprechenden Stellen aufkleben kann. Legt man das Handy auf eine dieser Etiketten, werden per NFC die entsprechenden Voreinstellungen aktiviert. Das braucht man genauso wenig wie den 3-D-Effekt, aber auch das ist eine Frage der Perspektive.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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