Pimpern im Klassenzimmer

Feuilleton | Reportage: Sara Schausberger | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Wenn die Schule zur Bühne für Theater wird: ein Besuch beim Klasse 12 Festival im Gymnasium in der Rahlgasse

Ein Klassenzimmer in einem Gymnasium im sechsten Bezirk. Zwischen den Schulbänken marschiert ein Polizist auf und ab und brüllt: "Ordnung muss sein! Und Disziplin!“ Auf dem Lehrertisch liegen massenhaft Mieder und Strapsgürtel ausgebreitet. Davor hat sich ein Liebespaar zur Musik von Element of Crime um die Wette ausgezogen, dann geküsst.

Bei dem Paar handelt es sich um Alfons (Dániel Solymár) und Elisabeth (Lena Stamm) aus der Produktion "glaube.liebe.hoffnung“ (Regie: Verena Koch). Er ist Polizist, sie vorbestraft. Die Deutsche Bühne Ungarn und Zweitspiel aus Linz haben Ödön von Horváths "Fräuleintragödie“ fürs Klassenzimmer neu bearbeitet. Auf der Tafel stehen die Namen der Figuren aus dem Stück, in Franz Hubers Version sind es durchaus weniger als in Horváths Klassiker.

Klassenzimmertheaterstücke sind speziell auf die Situation im Klassenraum zugeschnitten


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