Am Anfang war die Schuld

Filmkritik: Michael Pekler | Feuilleton | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Tut so, als hätte es nicht schon viele Spinnenmänner gegeben: Marc Webbs "The Amazing Spider-Man“

Five, four, three, two, one, ready or not - here I come!“ Seit Wochen wirft der erste große Sommerblockbuster des Jahres seine Vermarktungsnetze aus und verkündet unter medialem Getöse seine Ankunft. Doch die ersten Worte in "The Amazing Spider-Man“ beziehen sich gar nicht auf das unausweichliche, neuerliche Erscheinen des mittlerweile wohl populärsten Superhelden. Denn die Frage, ob wir für ein neues Abenteuer des Spinnenmanns bereit sind oder nicht, stellt sich nicht: Er kommt, weil er - der ökonomischen Logik geschuldet - kommen muss.

Die Stimme gehört indes einem kleinen Buben, der mit vors Gesicht geschlagenen Händen auf einer Treppe sitzt und sein Kommen ankündigt. Ein Versteckspiel ist offensichtlich im Gange, nun öffnet er die Augen und startet seine Suche durch das Haus. Doch im nächsten Moment bekommt er das zu sehen, was jemand anderer, der ebenfalls auf der Suche

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