Leuchtende Sätze in finsterer Nacht

Feuilleton | Hommage: Brigitte Kronauer | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Stur und leise schreibt Ror Wolf, was er will. Dieser Tage feiert der herausragende Prosaautor seinen 80er

Und als ich hinabsah, verschwand dieses Land, es drehte sich gurgelnd hinab in ein Loch. Und mein Luftschiff schwebt wie ein schöner Kuchen darüber hinweg. Ich verschleuderte meine Zukunft in einem Moment, meinen Ruf, meinen Ruhm, alles warf ich hinab. Und mein Schiff, einem großen Tropfen vergleichbar, floß am Himmel entlang, ohne hinunterzutropfen“ (Ror Wolf, Schlusskadenz aus dem Bix Beiderbecke gewidmeten Reiseroman "Auf und Davon“, 1977).

Ein Autor ist nicht für alle da

Ob der kleine Ausreißer aus dem Imperfekt ins Präsens bei "schwebt“ dem Schwung einer höher als inhaltliche Logik bewerteten Melodik geschuldet ist?

Nirgendwo wird auf engem Raum so viel zitiert wie bei Besprechungen von Gedichten. Der Rezensent ist - im besten Fall - begeistert und will den Dichter selbst zu Worte kommen lassen, denn wie könnte er, der Kritiker, den Glanz des Originals erreichen oder


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