Der Chansonnier mit dem kruden Schmäh

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Der französische Musiker Sébastien Tellier beweist mit dem Album "My God Is Blue“ erneut seine spinnerte Genialität

Seine Kollegen von der Band Phoenix verehren ihn als den einzigen französischen Musiker, der die Nachfolge von Nationalheiligtum Serge Gainsbourg antreten könnte. Sein größtes Publikum hatte er, als er 2008 mit einem hübschen Stück Kaugummipop beim Songcontest auftrat. Und mit seinem aktuellen Look sieht er aus, als wäre er der Sohn des bärtigen Griechen Demis Roussos.

Die Rede ist von Sébastien Tellier, einem immer rätselhafter werdenden Sonderling der Popmusik - und damit einem raren Farbklecks im heutigen Musikgeschäft. Sein neues, viertes Album heißt "My God Is Blue“. In den Videoclips zu den beiden neuen Songs "Pepito Bleu“ und "Cochonville“ tritt Tellier als Sektenführer mit stechendem Blick in Erscheinung, während sich gebannte Jünger um ihn scharen beziehungsweise auf der Tanzfläche ausflippen und rummachen, was schließlich in eine Gewaltorgie


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