Mach mir die Stadt schön!

Stadtleben | Spaziergang: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Sie verändern die Stadt im Großen und arbeiten dabei leise im Hintergrund. Zu Gast bei der Wiener Gebiets-betreuung

Die Volksschüler der Grundsteingasse konnten lange nicht im Leon-Askin-Park spielen, weil die Wiese voll Hundescheiße war. Irgendwann stellte jemand rot-gelbe Straßenbahnsessel aus Bratislava auf das Gras, bohrte daneben Stecken in die Erde und versah sie mit Terminen. Irritiert kamen die Anrainer an besagten Tagen wieder. "Über diese Provokation sind wir mit den Bürgern zusammengekommen“, sagt Florian Brand, Gebietsbetreuer im 16. Bezirk. Sie sprachen über die Zukunft des Parks, ihre Wünsche, ihre Probleme. Eltern, Hundebesitzer, Spaziergänger, am Ende ging Brand in die Volksschule und befragte die Kinder.

Heute hat der kleine Park drei Zonen, eine für Hunde, eine für Kinder, eine zum Ausspannen. Statt Hundstrümmerln liegen bunte, weiche Sitze wie riesige Smarties auf der Wiese verstreut.

In einer Zeit, in der überall der Ruf nach mehr Bürgerbeteiligung erschallt,


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