Nie wieder Wochenendhaus!

Polemik: Sibylle Hamann | Stadtleben | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Selbstgemachte Marmelade schlecken, mit Dorfkindern Heuschrecken fangen und der Natur näherkommen - schön wär’s. Das Wochenendhaus hindert einen aber daran

Der gefürchtetste Sonntagsmoment war immer jener, in dem die Sonne hinter dem Scheunendach verschwand. Dann dauerte es nicht lang, und die Mutter würde "Kinder, herkommen, alles aufessen!“ rufen. Man würde mürrisch den Federball verschlagen und das Geschirr von den wackligen Gartenmöbeln einsammeln, samt Kuchenbröseln und schrumpeliger Extrawurst. Die Mutter würde derweil vor dem Kühlschrank hocken und jene unförmigen, handtellergroßen Stanniol-Packerln herstellen, die später, in Wien, niemand je wieder öffnen würde. Was nicht einwickelbar war, mussten wir hinunterwürgen, die Milch, das halbausgelöffelte Fruchtjoghurt, die letzten gatschigen Erdbeeren. Alles, was verderben würde, bis zum nächsten Wochenende, wenn wir wiederkommen würden, um neue Wochenendreste zu produzieren.

Dann, um fünf, luden wir das stickige

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