"Davon träumen auf der Welt viele Politiker“


Recherche: Gerlinde Pölsler
Steiermark | aus FALTER 26/12 vom 27.06.2012

Die Grazer sollen darüber abstimmen, ob die Stadt die Reininghausgründe kaufen soll oder nicht. Doch vieles an dem Geschäft ist unklar

Von einer Wiese voller Schneeglöckchen blicken zwei Menschen, neben sich einen Picknickkorb, auf einen Teich. In einiger Entfernung sind Hochhäuser zu sehen, die Fassaden voll wuchernden Grüns. "Anschub für Graz: enormes Potenzial Reininghaus“ steht darunter. Seit Wochen erscheinen in Zeitungen seitenlange Inseratenstrecken, die Stimmung dafür machen, dass die Stadt die früheren Brauereigründe kaufen und daraus einen völlig neuen Stadtteil entwickeln soll. Wer hinter den Kampagnen steckt, ist teilweise unklar.

Ab Freitag dieser Woche sollen die Grazer in der ersten Bürgerbefragung der Stadt auch über den Kauf der Reininghausgründe um 75 Millionen Euro abstimmen. Verkäufer ist die Asset One, die mehrere Jahre lang versucht hat, das Areal in einen visionären neuen Stadtteil zu verwandeln, letztlich ohne Ergebnis. Die ÖVP unter Bürgermeister

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